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2012_Bibliothek im Dorfzentrum Kaltern, 2. Preis

Das Volumen des Stadels, das mit seiner Form ortsbildprägend ist und ein wichtiges Abschlussvolumen im denkmalgeschützten Ensemble formuliert, soll in seiner Eigenart als Erinnerungsskulptur erhalten bleiben. Da der Bestand aus statischen Gründen nicht erhalten werden kann soll die Charakteristik als Schalungsmatrize für den Neubau dienen und im Betonguss konserviert werden: so können die Spuren der Zeit, Öffnungen und Dachform im Abgussverfahren erhalten bleiben als Spuren der Geschichte - und der Neubau schließt mit dem aus dem Altbau gegossenen Volumen weiterhin das denkmalgeschützte Ensemble.

Das Bild des historischen Dorfrandabschlusses wird durch das Hinzufügen des pavillonartigen Zubaues so gut wie nicht gestört, die Silhouette der schmalen und hohen Baukörper dominiert weiterhin das Erscheinungsbild des historisch gewachsenen Kaltern. Der Erweiterungsbau / unverwechselbar in seiner Erscheinung aber mit Bezug zur gebauten Tradition: klar, klassisch und einfach in der Grundform unter Vermeidung modischer und hybrider Architekturformen.

Foto: EM2 Architekten
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